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Schutz des Quellen-Einzugsgebiets

Seit knapp 30 Jahren setzt sich Vittel® mit seinem fortschrittlichen Programm AGRIVAIR für den Schutz der Quelle des natürlichen Mineralwassers von Vittel® und dessen Quelleneinzugsgebiets ein.

AGRIVAIR, ein fortschrittliches Programm

Ein qualitativ hochwertiges Wasser stammt aus einer geschützten Erde. Sie ist die erste Station, in der das Wasser einsickert, bevor es sich im Gestein mit Mineralien anreichert.

Wenn die Böden der Region von Vittel sprechen könnten, dann würden sie viel erzählen. Zum Beispiel wie seit 1989 zahlreiche Experten mobilisiert wurden. Ihr Ziel: Strenge Vorgaben zum Schutz des Quellgebietes von Vittel®, sowie zur Bewahrung des üppigen Ökosystems zu erarbeiten. 
Das hat 1992 dazu geführt, AGRIVAIR zu gründen - ein Programm, das langfristig den Schutz des natürlichen Mineralwasservorkommens sowie die Entwicklung der lokalen Wirtschaft garantieren soll.

 

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27 Jahre Engagement

Die zentrale Aufgabe von AGRIVAIR?

Im kompletten Quelleneinzugsgebiet von Vittel die Bio-Landwirtschaft zu fördern.

Um dieses Ziel umsetzen zu können, entwickelt AGRIVAIR seit über 30 Jahren innovative, engagierte Initiativen. Diese wollen das Gleichgewicht der biologischen Vielfalt schützen und die filternden, schützenden Eigenschaften der Böden optimieren. Zudem sollen Mensch und Umwelt Hand in Hand gehen - für ein harmonisches Zusammenleben, das Wirtschaft und Umwelt vereint:

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Was wir genau tun? Hier ein paar konkrete Beispiele.

- Wir haben umweltfreundlichere landwirtschaftliche Praktiken eingeführt. Ohne Pflanzenschutzmittel einzusetzen und mit viel weniger Nitraten gibt es in unserer Quellregion jetzt eine moderne, nachhaltige und gewinnbringende Landwirtschaft. Unsere Bauern:

  • kompostieren die Abfälle aus der Tierzucht und machen damit die Böden fruchtbar.
  • bauen Luzerne und Klee sowie Futterpflanzen an, die sowohl als proteinreiches Viehfutter dienen als auch die Bodenqualität durch ihre hohe Filterleistung verbessern.
  • verzichten auf Monokulturen und bauen je nach Saison verschiedene Pflanzen an. Das hilft gegen Unkraut und Schädlinge.
Vittel-Agrivair-Maßnahmen

- Bäume sind ein Eckpfeiler des Ökosystems und die besten Freunde von Wasser und Klima. Daher haben wir auch hier angepackt. Wir:

  • erproben neue Ansätze im Bereich Agroforstwirtschaft und der nachhaltigen Bewirtschaftung von 300 Hektar Wald.
  • pflanzen Hecken und andere Laubhölzer in Feldern und an deren Rändern. Das stärkt die Artenvielfalt auf einer landwirtschaftlich genutzten Zelle und spendet den Tieren auf den Weiden zusätzlich Schatten.
  • füttern Kühe und Rinder artgerecht.

- Wir bekämpfen Parasiten und Schädlingen auf umweltfreundliche Weise. So haben wir Sitzstangen für Greifvögel auf der Pferderennbahn von Vittel installiert, Marienkäfer zur Schädlingsbekämpfung gezüchtet oder auch ein Unterschlupf für Fledermäuse geschaffen.

- Wir setzen uns für die natürliche Landschaftspflege ein. So gibt es jetzt für die örtlichen Bahnschienen eine innovative Schienen-Straßenmaschine zur thermischen Unkrautbekämpfung. Konventionelle Unkrautvernichtungsmittel haben damit ausgedient. Auch am Golfclub von Vittel haben wir angepackt. Weil hier keine chemischen Pflanzenschutzmittel mehr verwendet werden, wurde der Golfclub sogar mit dem Ökolabel „Golf ÉcoDurable“ ausgezeichnet. Und auch an der Abfüllanlage von Vittel® hat sich einiges getan: Ein neuer Parkplatz mit Hecken ist jetzt die Heimat zahlreicher Arten. Außerdem gibt es jetzt Nistkästen, Insektenhotels, eine Öko-Weide für Schafe und vieles mehr.

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Das Agrivair-Schutzgebiet

10 000 Hektar
12 000 Einwohner
11 Gemeinden
37 Partnerschaften mit Landwirtschaftsbetrieben

Vittel-Agrivair-Biosphäre

Erweiterte Artenvielfalt

Eine große Artenvielfalt ist ein großer Vorteil für die Umwelt. Je mehr unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten auf und in einem Boden leben, desto größer ist seine Filtrier- und Reinigungskraft für das Wasser, das hier fließt. Diese Lebewesen bilden ein umfassendes und vielfältiges Ökosystem. Sie alle spielen eine mehr oder weniger direkte Rolle für den Erhalt der Wasserqualität.

Deshalb gehen die AGRIVAIR-Initiativen im Gebiet von Vittel weit über den Schutz der Quelle hinaus. Letztendlich wird die gesamte Artenvielfalt geschützt und kann sich so ungehindert entfalten.

Das Ergebnis: Dank der AGRIVAIR-Maßnahmen konnte der Insektenbestand um 17 % und der Vogelbestand um 20 % wachsen. Erstaunlich ist die Rückkehr von seltenen Arten wie dem Nördlichen Raubwürger, dem Wiedehopf, dem Großen Feuerfalter oder dem Skabiosen-Scheckenfalter. Diese zahlreichen Erfolge haben dazu geführt, dass AGRIVAIR im Jahr 2013 mit dem ersten Label für Artenvielfalt, dem BIODIVERSITY PROGRESS, ausgezeichnet wurde.

Hand in Hand für die Zukunft

Diese Fortschritte und Ergebnisse sind insbesondere den Frauen und Männern zu verdanken, die mit derselben Einstellung und Energie arbeiten, wie wir. Zusammen setzen wir uns für neue, umweltfreundliche wirtschaftliche Entwicklungsmodelle ein.

Die AGRIVAIR-Teams arbeiten eng mit dem Bereich Forschung und Entwicklung zusammen und binden alle Stakeholder des Gebiets in einen Ansatz ein, bei dem bestehende Praktiken kontinuierlich in Frage gestellt werden. Landwirte, Unternehmen, Gebietskörperschaften, Reiseveranstalter, Gartenbauer sowie Bürgerinnen und Bürger – alle sind betroffen und gefragt. Es ist ein partnerschaftlicher Ansatz, der durch Zusammenarbeit, Gespräche, Beratungen, finanzielle Hilfen für eine landwirtschaftliche Umstellung und logistischen Support umgesetzt wird.

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Mit AGRIVAIR wird Vittel zu einem riesigen Freiluft-Labor für nachhaltige Ansätze. Hier können alle Fachkräfte, Anwohner oder Experten neue Möglichkeiten zum Schutz des Ökosystems von Vittel testen. Und so zu einer kontinuierlichen Verbesserung beitragen.

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Schutz der
Wasserressource

Der Schutz von Wasser bedeutet mehr als den Boden, die Erde und das Umfeld zu schützen. Es bedeutet auch die Wassermenge zu bewahren.

Natürlicher Wasserzufluss unter steter nachhaltiger Beobachtung

Das natürliche Mineralwasser von Vittel® stammt aus zwei verschiedenen unterirdischen Quellen: der „Grande Source“ und der „Bonne Source“. Das Mineralwasser der „Grande Source“ fließt von Natur aus in ausreichender Menge nach. Bei bei der „Bonne Source“ ist das nicht der Fall. Die sehr tiefe Lage der Quelle zwischen zwei wenig durchlässigen Erdschichten führt dazu, dass der Zulauf, der hauptsächlich durch Regenwasser erfolgt, sehr eingeschränkt und langsam ist. Durch die Entnahme von Wasser für die öffentlichen Aufgaben des Staates, aber auch durch die Industrie, die Landwirtschaft oder die Tourismusbranche geht der Grundwasserspiegel Jahr für Jahr zurück. Als verantwortungsvoller Nutzer des Grundwassers haben wir bereits vor mehreren Jahren zahlreiche Aktionen umgesetzt, durch die wir unsere Entnahme in den letzten zehn Jahren um 38 % senken konnten. Unser Ziel ist es, diesen Anteil in 2020 weiter zu reduzieren. Wie? Wir optimieren unsere industriellen Verfahren und verlagern die Wasserentnahme teilweise von der „Bonne Source“ zur „Grande Source“. Außerdem beteiligen wir uns aktiv und gemeinsam mit allen Beteiligten im Gebiet an der Suche nach nachhaltigen Lösungen, um das Defizit des Grundwasserspiegels zu stoppen und den Wasserspiegel der „Bonne Source“ zu erhöhen.

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Anerkanntes Engagement

Im Dezember 2018 wurde die Abfüllanlage von Vittel® mit der ersten Zertifizierungsstufe der Alliance for Water Stewardship (AWS) ausgezeichnet. Die Allianz ist eine weltweite Organisation, in der Unternehmen, NGOs und öffentliche Einrichtungen versammelt sind, die sich für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen einsetzen. Diese Zertifizierung bestätigt unseren verantwortungsvollen Umgang mit den beiden Quellen unter sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten. Das bezieht sich sowohl auf die Qualität, insbesondere im Rahmen des Agrivair-Programms, als auch auf die Quantität, die von der Mobilisierung der lokalen Akteure geprägt ist, die sich um den Grundwasserspiegel der „Bonne Source“ kümmern.

Aber diese Zertifizierung ist bei weitem nicht das Ende, sondern nur ein erster Schritt für uns: Wir möchten uns ständig verbessern und gemeinsam Lösungen für die aktuellen Herausforderungen finden.

*LPO-Studie Lothringen, 1995–2001.